Zur DS-GVO

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Sehr guter, informativer Artikel anlässlich der Einführung der neuen Datenschutz-Grundverordnung, mit durchaus kritischer Auseinandersetzung mit (für uns inzwischen alltäglichen) Begrifflichkeiten wie Datenschutz, Informationelle Selbstbestimmung etc.

Auch wenn ihr euch gar nicht für Politik oder Gesetze interessiert, gibt dieser Artikel einen guten Ein- und Überblick über die fundamentalen Unterschiede zwischen realer und digitaler Welt. Sehr empfehlenswert!

Kleine Vorschau:

  1. Daten sind keine Gegenstände

Daten sind der Anknüpfungspunkt für sämtliche Regelungen der DS-GVO. Bei vielen weckt der Begriff die Assoziation, Daten seien irgendwie wie körperliche Gegenstände. Und tatsächlich behandelt die DS-GVO an vielen Stellen Daten genauso – wie Gegenstände. Als könne man Daten einhegen, wegschließen und zerstören wie Gegenstände.

Daten haben aber andere Eigenschaften als körperliche Gegenstände. Sie verbrauchen sich nicht. Ihre Übernutzung ist ausgeschlossen. Sie können beliebig vervielfältigt und von zahlreichen Personen gleichzeitig verwendet werden (nicht-rivale Nutzung). Und viele Daten (auch personenbezogene) sind faktisch allgemein zugänglich.

Anders als ein Rohstoff sind Daten kein an sich knappes Gut. Sie sind daher auch nicht das neue „Öl“ oder „Gold“.

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