SoliDoodle2

experimentell
thermoplast
3ddrucker
selbstbedienung
#1

Unser ältester 3D-Drucker. Jetzt neu: Mit vergrößertem Bauraum!

BD_front

Um einen unserer Selbstbedienungsdrucker zu nutzen, müssen zuerst folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Ich habe korrekte 3D-Geometrie im STL-Format griffbereit.
  • Ich habe auf meinem Laptop eine Slicing-Software (hier: CURA) installiert
  • Ich habe einen SD-Karten-Slot oder ein Lesegerät
  • Es sind ausreichende Mengen des gewünschten Materials verfügbar
  • Es ist mindestens ein Drucker frei…

Diese Anleitung sollte gewissenhaft befolgt werden, um Schäden und Ärger zu vermeiden.

Grenzen der Maschine

Maximaler Arbeitsraum (XYZ):   360 x 220 x 150 mm
Minimale Schichtstärke:                    0.1 mm
Maximale Schichtstärke:                    0.3 mm
Maximale Fahrgeschwindigkeit:              150 mm/s
Maximale Druckgeschwindigkeit:              55 mm/s
Maximale Drucktemperatur:                  265 °C
Maximale Bettemperatur:                      0 °C

buchung
Achtung! Aus Gründen* wird das 3D-Drucken an der Muthesius zukünftig Geld kosten - also genauer gesagt: Euer Geld anstatt unser Geld. Daher gilt ab sofort: Ohne Buchung keine Druckteile. Sobald ihr wisst, dass es mal wieder knapp wird, tut euch den Gefallen und ladet Oma’s Erspartes auf die Guthabenkarte, bevor es zu spät ist… Vielen Dank!

Dieser Drucker kann folgende Filamente (ᴓ 1.75mm) aus unserem Bestand verarbeiten:

  • PLA weiss
  • PLA schwarz
  • PLA grau
  • ABS weiss
  • Nylon Taulman 610
  • LayWood ®
  • LayBrick ®
  • ColorFabb XT-CF20

Pros

  • material is very cheap (1kg = 25 €)
  • commonly uses PLA, an organic thermoplastic usually made from corn starch.
  • most materials are not toxic, some are even food-proof.
  • reads and prints any geometry, no matter how crappy it was built up.
  • accepts STL, OBJ, DAE, AMF formats
  • feel free to modify the printer to fit your special needs. (write a documentation about it and post it here!)
  • you don’t need to worry about screwing up a costly high-tech machine.

Contras

  • slow printing with small layers is necessary for highest precision
  • not as accurate as Ultimaker2
  • support material needs to be broken off the part after printing
  • it’s open source, so you shouldn’t blame someone else for your results

Mini Factory Mode

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Übersicht der 3D-Drucker
#2

In der vorlesungsfreien Zeit werde ich mal ein lange geplantes Upgrade vornehmen:
Aus diversen Einzelteilen und den Herzstücken des berühmt-berüchtigten SoliDoodle2 soll ein großer, experimenteller Drucker gebaut werden. Dieser soll über wechselbare Werkzeugköpfe auch für andere CNC-Anwendungen wie Fräsen, Schneidplotten, etc. verwendet werden können.

Grobes Konzept:
BigDoodle_01

Lustiges Recycling: In dem verzweifelten Quest, aus 6mm Buchensperrholz präzise Teile mit dem Laser zu schneiden (#Holzkohle), kam mir Benni Rohloff mit einer wunderbaren Idee zu Hilfe: Aus seiner alten Balkonbrüstung hatte er 6mm starke, außen weiß beschichtete Phenolharzplatten abmontiert. Diese wurden nun CNC-gefräst mit einem 2D-Schaftfräser (D=3mm) und dienen als neues Gehäuse für den SoliDoodle. Zack, fertig.

fraesteile_doodle

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#3

Und hier sind die Teile zum ersten Mal zusammengefügt.

Frame_asm

Sehr stabil. Sehr präzise. Sehr zufrieden.

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#4

So… nach einigen mißglückten Versuchen, den 6mm-Rundstahl einer Y-Achse in Messingbuchsen reibungs- und verschleißfrei zu lagern, musste ich mit 8mm Rundstahl und Kugellagern improvisieren. Zum Glück war am Gehäuse noch gerade so genügend Platz für zusätzliche Bohrungen…

BD_Lager

Fazit: Saubere CAD-Konstruktion ist das Eine. Die Planung der Montage ist mal wieder etwas völlig anderes… Naja. Hauptsache, man hat eine scharfe Feile und einen voll geladenen Akkuschrauber. :smile:

BD_Feile

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#5

Nun ist das Gröbste geschafft. Mechanik läuft, ein paar Kabel gibt es auch schon.
doodle_backside

Auch das HotEnd ist eingebaut.
Sobald die Endschalter alle montiert sind, kann es weitergehen…
gantrycomplete
…mit der Anpassung der Firmware… :weary:

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#6

Dank Jens’ Hilfe konnten wir das uralte Arduino-ähnliche Mikrocontroller-Board des SoliDoodle2 mit neuer Firmware programmieren. Das war aus mehreren Gründen äußerst sinnvoll:

  • Der Drucker denkt nicht mehr, er wäre bloß 12x12x12 cm groß.
  • Die maximale Hotend-Temperatur kann nun mehr als 225°C betragen.
  • Die Mechanik bewegt sich in die gewünschten Richtungen.
  • Die Mechanik stoppt an den gewünschten Endstop-Schaltern.
  • Wer weiß, was man noch so gebrauchen kann…

Hier ein kleiner Einblick in die berüchtigte Marlin-Firmware:
marlin_sd2

Da nun mittlerweile elektrisch und programmatisch alles soweit stimmt, habe ich eine neue Aufhängung für das Druckbett konstruiert - denn durch die schiere Größe des neuen Bauraums wurde der klassische Ansatz einer massiven Ober-und Unterplatte zu schwer für die Original-Gleitlager (billige Messingbuchsen). Okay, Phenolharz ist zwar superstabil, aber auch nicht das leichteste Material am Markt :wink:
plate1

Das Druckbett hat sich an den Wellen schräg verklemmt, sodass der Z-Motor die Last nicht mehr bewältigen konnte und anfing, zu heulen und zu knirschen. Nicht gut.
plate1back

Bessere Linearführungen müssen her. Also alle 10mm-Wellen rausziehen, Löcher auf 12mm aufbohren (gaaanz vorsichtig!) und neue 12er Wellen rein. Dieser Versuch mit Linearkugellagern war vielversprechend, allerdings sind die Acrylteile viel zu weich und die 5-Minuten-Konstruktion kam diesem Umstand nicht gerade entgegen…

IMG_0118 (2)

Also nochmal zurück ans Reißbrett… Nun gibts ne gewichtsreduzierte Version auf Linearkugellagern, die zudem viel stabiler und imho auch etwas eleganter ist (Ansicht von unten):

BD_Plate2
Jetzt nur noch abwarten, bis die jährliche Grundreinigung der Holzwerkstätten vorbei ist, dann wird die neue Aufhängung gefräst…

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#7

Alle Teile des neuen Druckbett-Prototypen sind fertig gefräst.
Links: alt und schwer. Rechts: neu und leicht.

plates1 2

Jetzt erstmal die Innenradien rausfeilen, dann montieren, dann eine gaaanz vorsichtige Testfahrt machen… Halt! Stop! Erstmal Kaffee & Zigarette. Dann Feilen… :wink:

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#8

Yay! Es lebt!!!

Unser ältester 3D-Drucker. Jetzt neu: Mit vergrößertem Bauraum!

BD_front

Mini Factory Mode

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#9

Ein neuer Ansatz, gemäß den SoliDoodle-Maximen “So groß und so billig wie möglich”.
Hier also jetzt die zweite Reinkarnation unsres legendären “SoliDoodle2”:

-work in progress-

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Blech, Schrauben, PLA-Teile und MDF-Dummys (bald ersetzen durch steifes Material, zB Dibond?)

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Erster Testlauf:

MEMO:
“Prevent Dangerous Extrude” umgehen:
Den G-Code Befehl M302 per Repetier-Host -> Manuelle Kontrolle an das Solidoodle-Board senden.

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